Freitag, 31. Juli 2015

Frische Brise

Einer frischen Brise an der Nordsee begegnet man eigentlich immer, wenn man dort Urlaub macht. Wenn einem nach dem Spielespaß im Watt der Sinn nach wohliger Wärme steht oder die Temperaturen an einigen Tagen etwas kühler sind, ist man mit Stretch-Frottee stets gut bedient. Wenn er dann noch so schön bedruckt und weich und leicht ist wie dieser, dann wäre ich gerne selbst noch einmal Kind.


Die beste Kombination im letzten Urlaub war meistens oben lang und unten kurz oder barfuss. So konnte man im durchaus warmen Wasser plantschen und war obenrum schön warm. In weiser Voraussicht hatte ich kurz vor dem Urlaub in Cuxhaven eine Tunika mit langen Armen und Kapuze genäht. Ein Volltreffer, das perfekte Kleidungsstück für nordische Sommertage.


Kurz und gut
  • Trägerkleid Gr. 92 (bissel Zuwachspotential inklusive) nach Klimperklein in Tunikalänge mit Ergänzungsschnitt (lange Ärmel und Kapuze), Gummizug in den Ärmelbündchen
  • grüner Stretch-Frottee mit Kleeblättern von Alles-für-Selbermacher, Kapuzenfutter aus einem lila Viskosejersey-Rest aus dem Vorrat

Kurz vor einem aufziehenden Gewitter sind die folgenden Bilder entstanden. Um uns herum waren nur Kuhweiden, sehr idyllisch, das Cuxhavener Umland.


Die Ärmel hab ich ihr etwas hochgeschoben. Gummizüge im Saum sind was Feines, sehen Zucker aus und sind dazu praktisch. Außerdem sieht man dann diese entzückende Speckfalte am Handgelenk :-)


Als Dankeschön für das hübsche Outfit hat sie mir doch glatt ein Sträußchen gepflückt ;-)


Also, wer Urlaub an der See plant: Näht ein Kleidungsstück aus Stretch-Frottee! Der lässt sich fast so gut verarbeiten wie Sweat, verschiebt sich nicht so doll wie Nicki und spendet genau die richtige Portion Wärme, die man nach dem Baden oder bei frischer Brise braucht. Ich hoffe, Miss Mini-Margerites Tunika passt auch noch im Herbst :-)

Frische Grüße mit der Hoffnung auf schöne Sommertage im August!
Eure Hella

Dienstag, 21. Juli 2015

Cuxhaven Culottes

Culottes, die zweite! Nach der winterlichen Burda-Version mit doppelter Kellerfalte nun Nina von Compagnie M. Ich wohne in diesem Kleidungsstück. Aus einem Leinen-Viskose-Gemisch von Stoff&Stil, was gut fällt und sich herrlich trägt. Auch bei Windböen im Cuxhavener Watt, wie heute Vormittag:


Kurz und gut
  • Schnitt: Culottes Nina von Compagnie M
  • Material: Leinen-Viskose ("Strukturreinleinen kräftig dunkellila"), lila Paspelband, 2 Perlmutt-Knöpfe mit 2cm Durchmesser, 22 cm Zipper 
  • Version mit Reißverschluss in der vorderen Mitte und Paspel entlang des Taillenbandes. Hüftpassentaschen und Taillenband innen mit Baumwollstoff (weiß mit lila Sternchen, Foto vergessen, wäre aber sehenswert...)
  • Größe M aufgrund der Maße des Taillenbandes zugeschnitten, da hüftiger Sitz gewünscht 
  • An den Seiten unterhalb des Taillenbandes ca. 1,5 - 2cm schmaler genäht, da es mir hier zu weit erschien. Sitzt schön auf der Hüfte. Beim nächsten Mal trotzdem lieber eine Größe kleiner, das sollte auch reichen.
  • 6 cm verlängert und eine breite Saumzugabe angeschnitten, sodass der Saum ganz knapp unter dem Knie endet (ich mag breite Saumzugaben, das sieht irgendwie besser aus)
  • Bei Compagnie M kann man verschiedene Versionen der Culottes in einer Blogtour bewundern. Mir gefielen am besten die von Ms Fisher, Frau Gold und Sisko by Mieke (v. a. die winterliche Kombination mit Stiefeln und langer Oversize-Strickjacke treibt mir Herzchen in die Augen)
Es war heute Morgen wirklich windig, aber insgesamt sehr schönes Wetter für einen Strandtag. Dieser Wechsel zwischen Ebbe und Flut ist super, ich liebe das. Und die Kinder erst...!


So durchgepustet sieht man jedenfalls sehr gut, dass es sich um einen HOSENrock handelt ;-)


Wieder an Land und auf dem Rückweg mit den Kindern zu unserer Ferienwohnung habe ich Mr. Margerite um Fotos ohne Wind gebeten. Hallo Sonne!


Nicht immer klappte das "locker auf den Fotografen zulaufen". Aber man kann so sehen, wie der Hosenrock in Bewegung wirkt. Immer anders, finde ich.


Und manchmal war auch ein schicker Mülleimer und der Schatten des Fotografierenden mit im Bild:


Das Foto darf hier trotzdem mit dabei sein, da man die Culottes prima erkennen kann. Und den Mülleimer und den Schatten denkt sich das geschulte Auge einfach weg und erfreut sich am Kleidungsstück.

Beim Einnähen der Paspel begann ich übrigens mit dem Rückenteil. Beim Vorderteil fiel mir dann siedend heiß ein, dass ich dort ja eine Teilung aufgrund des Zippers in der Mitte haben werde. Hier hieß es geschickt und genau nähen, damit die Paspel bloß auf gleicher Höhe landet. Damit sie nicht einfach in der Mitte endet, habe ich sie um die vordere Mitte herum gelegt und auf der Rückseite nach einigen Millimetern in die Naht verlaufen lassen. Für den Fall, dass euch dieses Problem auch mal ins Haus schneit ;-)


Das obige Bild zeigt das passende Selfie, das ich mal für Instagram gemacht habe. Paspel trifft Paspel, schönes Ding!

Macht der Me Made Mittwoch eigentlich Sommerpause? Wenn nicht, haben wir ja morgen wieder wunderbare Inspirationen! Die schau ich mir dann nach unserem Tag am Strand an.

Habt es schön! Eure Hella

Donnerstag, 16. Juli 2015

Die muss man doch nähen!

Kindermund, wie er schöner nicht sein könnte:

Ich hatte mir Schuhe zur Auswahl bestellt, weil eines meiner Lieblingsballerinas nach Jahren des intensiven Tragens völlig hinüber waren und schweren Herzens im Müll gelandet sind. Beim Anprobieren der Schuhe erwähnte ich gegenüber Mr. Margerite, was mir an dem einen Paar gefällt und an dem anderen nicht und was ich besser finden würde, nämlich wenn Schuh X so oder so wäre und Eigenschaft X auch bei Schuh Y zu finden wäre.

Mr. Mini-Margerite verfolgte das Geschehen völlig fasziniert und bemerkte schließlich: "Mama, die muss man doch nähen!!!"

Ich mache dann mal ne Flasche Sekt auf :-)
Mein Sohn, ich liebe dich!

P.S.: Anja Rieger hat tatsächlich einmal Schuhe selbst genäht (Sandalen, Schnürschuhe). Keine Hauspuschen, sondern für draußen. Da muss ich dann wohl auch mal ran, in den nächsten Jahren... Vielleicht mit Hilfe dieses Buches.

Dienstag, 7. Juli 2015

Sommerblumen Sommerfarben Sommerhose

Locker, luftig, leicht. Aus bedruckter leichter Viskose, dunkelblauer Grund, verschiedene Lilatöne. Genau meine Farben :-)


Diese Hose ist super für warme Tage, sie umflattert die Beine und ist einfach herrlich zu tragen. Ich habe sie schon im letzten Sommer genäht, aber bisher noch nicht gezeigt. Da sie sich zum Lieblingsstück gemausert hat, darf ich sie euch aber nicht weiter vorenthalten ;-)


Der Schnitt ist von Stoff & Stil und nennt sich "Bindebuks 20014-40". Ich habe aber nix zu binden daran genäht...


Meine Änderungen/Ergänzungen:
  • Gummizug in der Taille ohne Bindeband (2,5 cm Gummiband, 3 cm abgesteppter Umschlag)
  • Naht-Taschen in den Seitennähten, ein Tutorial hierzu habe ich hier verfasst
  • Gummismok in den Beinsäumen, insgesamt 8 Reihen im füßchenbreiten Abstand. Dazu habe ich Gummiband von der Rolle auf meine Unterfadenspule per Hand mit etwas Zug aufgewickelt und mit reduzierter Oberfadenspannung genäht. Die Enden verknoten, fertig.
  • Hosenbeine verlängert, das mache ich ja immer :-)
Und tadaa, hat man ruckzuck eine luftige Sommerbüx:


Auf dem Foto stehe ich übrigens am Sonntag bei Bullenhitze vor einem Fachwerkhaus im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Ich war ganz angetan davon, dass das Museum extra passend zu meiner Hose Blumen gepflanzt hat. Der Wahnsinn ;-P

Das Shirt ist mal nicht selbstgenäht. Ich finde es aber eine schöne Idee, wie der Ausschnitt gestaltet wurde. Es gibt hier nämlich kleine Fältchen und darunter sind strahlenförmig farblich passende, kleine Pailletten aufgestickt. Ein schönes Detail, dass ich sehr mag. Und eine Idee, die es sich zu merken lohnt.


Ganz fein finde ich, dass es mir beim Zuschnitt gelungen ist, dass das Muster bei beiden Beinen auf gleicher Höhe ist. 

Die nächste Hose dieser Art ist schon in Arbeit, dieses Mal aber in schlichtem dunkelgrau. Marke "passt zu allem" (so die Hoffnung), auch aus einem ganz leichten Stoff. Vielleicht baue ich hier mal Bindebänder am Saum ein, damit der Namensgeber der Bindebuks nicht traurig sein muss ;-)

Welche Sommergarderobe in anderen Kleiderschränken zum Liebling auserkoren wird, könnt ihr morgen beim Me Made Mittwoch ausfindig machen.

Liebe Grüße! Eure Hella

Sonntag, 5. Juli 2015

Michel

Aus einem abgelegten Hemd vom Papa, das neue Michel-Outfit für Mr. Mini-Margerite. So schön luftig, schon einige Male getragen. Und Flecken lassen sich zum Glück gut auswaschen :-)

Heute war ich schnell genug, rechtzeitig Fotos zu machen...


In der Kürze liegt die Würze
  • Schnittmuster Hemd Michel von Fabelwald
  • Gr. 110 am 104 cm Kind
  • Upcycling aus einem Hemd vom Herrn Papa, weißer Baumwollstoff mit hellblauen Karos
  • 7/8 Arm aus der Not heraus, da der Stoff nicht für lange Ärmel reichte. Aber so gefällt es mir sehr gut. 
  • Knopfleiste mit eingesetzer Passe, dazu 3 Kokosknöpfe
  • kleiner Stehkragen
  • Zier-Schlaufe an der Rückenpasse
  • Passe an VT und RT im schrägen Fadenlauf zugeschnitten


Der Stoff und die Kokosknöpfe passen wunderbar zum Schnitt. Für ein Michelhemd muss es etwas Klassisches und Zeitloses sein, finde ich, damit der Schnitt zur Geltung kommt.


Beim nächsten Hemd würde ich es unter den Armen ein bisschen weiter zuschneiden, damit es noch leichter anzuziehen ist. 


Die Schlaufe an der Rückenpasse ist reine Zier, aber wirklich hübsch und ich bin froh, dass ich sie eingenäht habe. Das Rückenteil hat eine Teilungsnaht, die so nicht vorgesehen ist. Leider war es nicht anders zu machen, da ja ein ausgedientes Hemd von Mr. Margerite zugrunde lag.


Die Hose aus Baumwollchambrey und einem Rest eines anderen leichten Jeansstoffes hat Mr. Mini-Margerite schon letztes Jahr getragen, sie passt immer noch prima. Die überlappenden Bündchen am Saum mit der kleinen Aussparung sind ein hübscher Hingucker. 


Der schnell genähte Hosenschnitt mit Gummizug im Bund stammt aus einer älteren Ausgabe der Ottobre. Muss ich noch mal raussuchen, welcher :-)


So ist Mr. Mini-Margerite nun ganz michelmäßig unterwegs :-) Und auch gut geschützt vor zuviel Sonnenstrahlung.

Einen schönen Sonntagnachmittag wünsche ich euch! Wir erwarten hier in HH starke Gewitter mit heftigem Regen, mal sehen, was kommen wird. Eine Abkühlung kann auf jeden Fall nicht schaden, es ist schwül-heiß momentan. 

Habt's schön! Eure Hella

Verlinkt mit: Made for Boys Juli 2015

Dienstag, 30. Juni 2015

Elfentanz und Petticoat

Im letzten Post schrieb ich noch, dass ich selbst gespannt bin, wie meine nächste Shirtbluse aussehen wird. Et voilà, hier ist sie auch schon. Ein Schnittchen namens Sophie. Zwar mit angesetzten statt angeschnittenen Ärmeln, aber unbedingt Kategorie Zeug zur Lieblingsbluse.

Bluse Sophie trifft Petticoat Pants
Nach den Modell-Fotos bei Schnittchen hätte ich nie gedacht, dass mir dieser Schnitt gefallen könnte -  ich glaube, der gewählte Stoff ist einfach zu steif, die Bluse wirkt so für meinen Geschmack zu voluminös. Aber Catrin vom Stoffbüro hat mich eines Besseren belehrt: mit Kranichen aus mintfarbener Popeline, gelb mit Punkten aus Double Gauze und eine fuchsiafarbene Version mit Blumen einer Gastbloggerin aus Popeline.


Überblick - Schnitt und ein paar kleine Änderungen 
  • Bluse Sophie von Schnittchen (der hinten längere Saum gefällt mir sehr)
  • Gr. 38: Brust- und Hüftmaß entspricht in der Größentabelle genau meinen aktuellen Maßen. Die Bluse passt so sehr gut, finde ich.
  • leichter Bio-Popeline "Elfentanz Gewitter" blau-grau, bei Kleewald erstanden
  • Ausschnitt am Vorderteil zur Mitte hin ca. 1,5 cm tiefer geschnitten
  • an den Seiten unten knapp 1/2 cm pro Seite zugegeben
  • Ärmel, VT und RT um 5 cm verlängert (und damit an meine Körpergrösse von 1,82 m angepasst)
  • Ärmel eingehalten eingesetzt, passte glatt nicht gut in den Armausschnitt 
  • Infos zur Hose "Petticoat Pants" aus einem japanischen Nähbuch findet ihr hier


Ich hab mich so sehr in den Stoff verliebt! Und Glück gehabt, denn ich hab die letzten 1,25 Meter beim Kleewald Versand ergattert.


Die Ärmel werden am Saum eingekräuselt und bekommen ein schmales Bündchen.

Year, topstitching ole!
Ich muss dabei immer an die Folgen der engl. Sewing Bee denken ;-)
Bei diesem inzwischen warmen Wetter trägt sich die Bluse sehr angenehm. Frau Gold hat zum Tragen von Kleidung aus Webstoffen mal treffend formuliert: "Der Webstoff behält seine Form - vom Knittern abgesehen. Also bildet der Körper im Webstoff sich nicht gänzlich selbst ab. Sondern wird nochmals plastisch umhüllt. Das mag ich." Ich auch. Sehr sogar. Tragekomfort pur.


Beim Fotosmachen am Montagmittag hatte ich Schwierigkeiten, mal ganz unverkrampft und natürlich der Kamera schöne Augen zu machen :-) Also endete das Ganze mit viel Gelächter und Quatscheinlagen. Mr. Margerite und ich hatten viel Spaß. Die 2 besten Take-Outs:



In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Spaß beim MeMadeMittwoch. Bin gespannt, ob ich noch weitere Inspirationen für schöne Shirtblusen entdecke. Eure Hella

Donnerstag, 25. Juni 2015

Phänomen Shirtbluse

Locker, blusig, leicht und dabei bequem und unkompliziert wie ein Shirt. Reinschlüpfen und wohlfühlen. Schnitte für Shirtblusen entdeckte ich oft in den letzten Wochen in vielerlei sehenswerten Umsetzungen und war schwer entzückt. Sie erinnern mich an einen meiner Lieblingsschnitte. Vielleicht erinnert ihr euch auch noch, vor 4 Jahren...


Insgesamt 3 Varianten habe ich genäht und sehr geschwärmt. Eine Liebeserklärung an Modell 102 aus der Maiburda 2011.


Das aktuelle Beuteschema für Shirtblusen ist ähnlich:
  • etwa hüftlang
  • kastig oder nur leicht antailliert
  • angeschnittene kurze Ärmel
  • schlichter nicht zu tiefer Ausschnitt
  • manchmal ein verlängerter abgerundeter Saum am Rückenteil
  • schnell und einfach zu nähen
  • genäht aus leichten Webstoffen, Baumwolle oder Viskose, mit schönen Drucken
Ein interessantes Phänomen. Das körpernahe Jerseyshirt wird sicher weiterhin ein wichtiges Basic im Kleiderschrank bleiben. Die Shirtblusen bieten jedoch einen ganz anderen Tragekomfort, vor allem im Sommer. Und ein anderes Tragegefühl, wie Frau Gold es neulich so wunderbar beschrieb.

Oft zuckt mein Bestellfinger, wenn ich schöne Umsetzungen neuer Schnittmuster nach dem Shirtblusen-Beuteschema sehe. So wie hier oder hier. Aber dieses Mal dachte ich mir, greife ich mal auf meine umfangreiche Schnittmusterhefte-Sammlung zurück. 45 Minuten Blättern und Suchen in meinen Burdaheften brachte folgendes Ergebnis, was vielleicht die ein oder andere unter euch auch interessieren könnte:

1) Burda 06/2011 Modell 106
Änderungsideen: Seitenschlitze weglassen, das Shirt verlängern und. den Ausschnitt abrunden / höher ziehen. 


Die 2 Beispiele in der Burda sehen so aus (links Lederimitat *werwillsowasaufderHaut?* und rechts Leinen): 


2) Burda 4/2013 Modell 106/107
Ähnelt sehr meinem o.g. Lieblingsschnitt, hat aber angeschnittene Ärmel. Die Fältchen am Ausschnitt sind hübsch. Vermutlich ersetzen sie auch den Brustabnäher. Aber vielleicht benötigt man das gar nicht, z.B. bei weniger Oberweite? Dann könnte man die Falten am Papierschnitt einlegen und die Bluse ohne Falten nähen. Wäre so ein Versuch... 


In der Burda war ich von einem der genähten Beispiele positiv überrascht. Oft muss ich mich ein bisschen kneifen, damit ich mir die oft scheußlichen Materialien und/oder Farben wegdenke ;-P


3) Burda 5/2012 Modell 110 A,B
Die Ausschnittlösung mit dem kleinen Wasserfall finde ich sehr schön. Für meinen Geschmack darf der Wasserfall nur nicht zu ausladend sein, damit ich mich damit noch unbefangen und ohne eine Bauchnabelschau zu riskieren nach vorn beugen kann. Auf den Bildern lässt sich das leider nicht gut erkennen.


Burda zeigt im Heft ein Beispiel aus Seidensatin (rechts, hier könnte man sicher auch zarten Batist nehmen) und Jersey (links). Das Umklappen und Annähen der Mehrweite am Ausschnitt halte ich für keine gute Idee, das stört mMn den ansonsten eher puren Eindruck des Schnitts. 


4) Burda 2/2011 Modell 114
Die Schnittzeichnung kommt sehr kastig daher, aber das genähte Beispiel sieht hübsch aus.
Auf die aufgesetzte Tasche würde ich verzichten, ebenso wie auf die Teilungsnaht über der Brust. Der Gummizug im Saum muss wohl sein, stört mich aber ein bisschen. Ich würde einen glatten Abschluss bevorzugen. Wie sähe die Bluse wohl ohne aus, evtl. zu zeltartig? 


Hier das Beispiel an einer sportlich daherkommenden jungen Dame:


Ich bin selbst gespannt, wie meine nächste kleine Shirtbluse aussehen wird. Ich habe noch 2 wunderschöne Baumwollbatist-Stoffe aus meinem letzten Dänemark-Urlaub im Regal liegen. Leider nur jeweils 100 cm bei 140 Breite. Da muss der Schnitt gut gewählt sein... 

Wer Interesse an diesen und ähnlichen Schnitten hat, mag sicher auch beim Webstoffe-Spezial vom Stoffbüro Inspirationen und spannende Ideen finden. Hier findet man viele unkomplizierte Blusen, mit langen und kurzen Ärmeln aus Baumwollstoffen zum Reinschlüpfen (z.B. Sophie von Schnittchen, darauf bin ich ebenfalls sehr gespannt).

Alles Liebe! Eure Hella