Donnerstag, 26. Mai 2011

Hut ab

Nein, Hut auf! Denn: Im Sommer ist ein schöner bunter Sonnenhut eigentlich unverzichtbar. Er trägt sich so wunderbar leicht, ist biegsam (man kann sich damit auch anlehnen), macht gute Laune, ist "kleidsam" und spendet Schatten. Wenn man ihn dann doch einmal absetzen möchte, lässt er sich problemlos in eine Tasche knautschen.

Dieses Modell aus Jeans und Amy-Butler-Stoff habe ich für meine Mama zum Geburtstag genäht. Ich stelle mir vor, dass sie es sich damit in ihrem Garten in einem Liegestuhl gemütlich macht, in Zeitschriften blättert, mit meinem Papa klönt, Erdbeerkuchen isst, ihren Enkeln etwas vorliest, die Blumen gießt und einfach den Sommer genießt. Ich hoffe, dieser vielseitige Sommerhut gefällt ihr ebenso gut wie mir!






 
Der Schnitt ist Modell 141 aus Burda 05/2009 und auch für Anfänger sicher leicht zu nähen. Einen ähnlichen Schnitt habe ich in der Burda easy fashion F/S 2008 gefunden, der hat allerdings einen welligen Rand.


Hier macht es nicht nur der famose Schnitt, sondern auch die Mischung aus Jeans, Baumwollstoff und Einlage. Alle Schnitt-Teile sind mit Vlieseline 200 unterbügelt, sodass der Hut Stand hat, aber nicht steif ist.


Laut Nähanleitung soll man im letzten Schritt das innere Kopfteil eingeschlagen auf der Ansatznaht vom Hutrand annähen. Damit man diese Naht nicht sieht, habe ich einen Matratzenstich gewählt. Das geht zwar nur per Hand und dauert seine Zeit, aber das Ergebnis sieht toll aus und ist die Mühe wirklich wert! Ich zeige euch 'mal, wie es geht:

1) Hier seht ihr die Steppnaht des Hutrandes, an der ich meinen Faden angebracht habe. Die Nahtzgabe vom inneren Kopfteil ist schon umgebügelt.



 2) Nun stecht ihr direkt im Knick der Nahtzugabe ein und ein kurzes Stück danach wieder aus.


 3) Nun versenkt ihr die Nadel in der Steppnaht des Hutrands...


... und kommt auf der rechten Seite wieder heraus. Ein kurzes Stück daneben stecht ihr wieder ein...


 ...und kommt auf der linken Seite in der Steppnaht wieder heraus:


 Wenn man ein paar Stiche nach diesem Prinzip genäht hat, sieht das Ganze so aus:


Wenn ihr nun den Faden anzieht, ist die Naht nicht mehr zu sehen - innen nicht und außen auch nicht.



Jetzt könnte man den Hut auch umkrempeln und mit der bunten Seite nach außen tragen. Wenn ihr das möchtet, solltet ihr auf Verzierungen wie z. B. Jojos verzichten, damit diese dann nicht am Kopf drücken. Bei diesem Modell habe ich allerdings einen farblich passenden Jojo mit Knopf an der Außenseite angenäht. Wenn man ihn entfernt, könnte man den Hut aber auch andersherum tragen.

Ich wünsche euch und insbesondere natürlich dem Geburtstagskind einen schönen sonnigen Tag!
Eure Hella

Kommentare:

  1. Der Hut ist echt toll geworden. Nähst Du Dir selber auch noch einen?

    Danke, dass Du immer wieder so tolle Links für Hamburg und Umgebung postest ... meine Liste für meinen nächsten Besuch in Hamburg ist dadurch schon ganz schön gewachsen :-)
    Lieber Gruß, Muriel

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  2. Wow, so ein toller Hut! Da hat deine Mama aber sicher Freude daran. Du solltest dir aber auch noch einen nähen, denn er steht dir ausgezeichnet.
    Liebi Grüessli Moni

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