Mittwoch, 29. Februar 2012

Frühlingsbluse für 2

Meine stoffgewordener Frühlingsgruß an euch stammt vom letzten Wochenende und ist nach dem Schnitt "Mariposa Dress or Tunic" von Anna Maria Horner aus dem Buch "Handmade Beginnings. 24 Sewing Projects to Welcome Baby" genäht.


Hinten wird auf der Nahtzugabe zwischen dem oberen und unteren Rückenteil ein Stück Gummiband mitgefasst.  Durch das Binden der Bänder im Rücken lässt sich zusätzlich die Weite regulieren.


Die Bluse lässt dem kleinen Bauchbewohner noch gut Platz zum Wachsen und bietet Mama Margerite durch die Kräuselung am angesetzten unteren Vorderteil angenehm luftige Weite und eine hübsche Verwickelung am Ausschnitt. Weitere Details, die ich sehr mag: Unter der Brust und an den Schulternähten sind jeweils 2 Fältchen eingelegt.


Den roten Einsatz habe ich etwas höher geschnitten, da er sonst nämlich nicht seinen Zweck als Einblick-Barriere erfüllt. Öffnet man die beiden hinten gebundenen Bänder, so kann man gut die Form des Einsatzes erkennen (und dass ich ein schwarzes Top darunter trage). Vielleicht eignet sich dieses Modell auch als Still-Bluse :-) ?


Im Buch heißt das Schnitt-Teil so schön "Modesty Panel". Es ist an den Schulternähten und am unteren Vorderteil befestigt. Damit ihr euch gut vorstellen könnt, wie der Einsatz eingenäht wird, habe ich ein Foto von einer Zeichnung im Buch gemacht (Ansicht von innen):

aus "Handmade Beginnings", S. 58

Die französischen Stoffe stammen von Twins Garden (2010), habe ich hier schon mal gezeigt.

Übrigens: Dieses Modell für die werdende Mama lässt sich ganz leicht auch für Nicht-Schnwangere umsetzen, indem man das untere Vorderteil weniger breit zuschneidet und ohne Kräuselung arbeitet. Eine weitere im Buch vorgestellte Variante wäre die Bluse ohne Ärmel, bestimmt auch schön! Und verlängert man das untere Vorder- und Rückenteil, wird ein Kleid daraus. Ein vielseitiger Schnitt, oder?


Was die anderen Mädels am heutigen Me Made Mittwoch in Frühlingslaune versetzt, wird bei Catherine gesammelt.

Frische Frühlingsgrüße aus Hamburgs Süden sendet euch
eure Hella

P.S.: Das Foto ist am Sonntag entstanden, da gab es hier ganz tolle Sonne!

Montag, 20. Februar 2012

Quadratisch, praktisch, bunt

... ist mein neues Kissen aus 32 Quadraten, die ich hier schon mal gezeigt habe. Kissen kann man ja nie genug haben :-) Und es passt zu meiner Quilt-Decke!

 
Als Elisabeth neulich ein Probe-Mini-Kissen aus 8 Quadraten genäht hat, war für mich klar: Das muss ich auch versuchen! Und die schönen Quadrate aus dem Amy-Butler-Charm-Pack, die seit Ostern 2011 auf ihren Einsatz warten, kommen hier prima zur Geltung.


Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Kissenform stammt übrigens aus dem aktuellen Stoff+Stil-Katalog, wo man das Schnittmuster bestellen kann:

Quelle: Stoff+Stil Katalog, Dekoration 2012
Aber hierfür braucht man eigentlich keinen Schnitt, sondern nur den richtigen Dreh und mindestens 8 Quadrate in schönen Farben. Man kann auch ein Quadrat aus 4 kleinen Quadraten (wie bei meiner Version) zusammensetzen. Meine Quadrate haben eine Kantenlänge von ca. 13 cm  inkl. Nahtzugabe.

Und so geht's:
  • Ausgangsbasis: 8 Quadrate
  • Nähe jeweils 4 Quadrate so zusammen, dass du 2 große Quadrate erhältst. Die NZ sollte überall gleich sein.
  • Nimm die Ecke eines Quadrats und setze es mit dieser Ecke an eine Naht des anderen Quadrats. 
  • Nun nähst du die Kanten der Quadrate sozusagen über Eck zusammen (siehe Bild). Die rechten Stoffseiten liegen dabei aufeinander.
  • Setze das Über-Eck-Nähen bei den übrigen Kanten so fort, bis nur noch eine Kante offen ist. Das ist deine Füllöffnung für Watte oder Dinkelspelzen, die du nach dem Füllen per Hand zunähst.



Eigentlich gehört in die Mitte oben und unten jeweils noch ein Knopf, um die Mitte des Kissens nach innen einzuziehen. In Ermangelung einer schönen langen Nadel habe ich es aber erst mal so gelassen. Die Form wird jedoch mit den Knöpfen schöner betont, daher werde ich sie demnächst noch anbringen.


Optional mit Innenkissen und Zipper:
Man könnte das Kissen auch mit Innenkissen nähen. Dazu solltest du am Außenkissen einen nahtverdeckten Zipper anbringen. Am besten fügst du den Zipper beim 1. Schritt ein, wenn du die ersten Quadrate zusammennähst.

Ich denke, dass der Zipper am besten eingenäht werden kann, wenn man das Kissen aus insgesamt 32 Quadraten (statt 8) zusammensetzt. Bei dieser Variante kann man den Zipper nämlich etwas seitlich versetzt einnähen. So ist er nicht den beiden Knöpfen im Weg, die mittig oben und unten angenäht werden.

Bunte Grüße! Eure Hella

Nachtrag vom 28.05.2012
Inzwischen habe ich mit einer Polsternadel die Knöpfe angenäht. So sieht es jetzt aus:

Montag, 13. Februar 2012

Hexagon Quilt ohne Handnähte - ein Tutorial

Lange hat es mich schon gereizt, eine Decke à la "Grandmother's Flowergarden" zu nähen. Elisa hat eine wunderschöne Version mit der Hand genäht, die ich sehr bewundere. Ich nähe ungern mit der Hand und habe bisher die Mühe gescheut.
Seit ich aber erfahren habe, dass man die Hexagonblumen auch mit der Nähmaschine nähen kann, wollte ich es unbedingt ausprobieren. Das Video von Kaye Wood, das mich damals "infiziert" hat, ist leider nicht mehr auffindbar. Also musste ein Foto-Tutorial für euch her!

Vorab: das Wort zum Sonntag
Lasst euch nicht von den vielen Bildern abschrecken, es ist wirklich ganz einfach.
Denn beherzigen muss man nur dieses Prinzip: Nähe jeweils von einer Kante zur anderen, aber niemals über eine bestehende Naht!

Alles klar? Ja, das war's dann auch schon :-D ! Nein, keine Sorge, ich habe natürlich viele detailverliebte Fotos für euch gemacht und beschreibe alles ganz genau. Also... 

Vorbereitung
Meine Hexagon-Vorlage habe ich mit einer Kantenlänge von je 6 cm über diese Seite erstellt und aus Papier ausgeschnitten. Ich lege sie auf den Stoff (gerne gleich mehrere Lagen) und schneide mit dem Rollschneider drumherum. Ich stelle 6 gleiche Hexagons für die Blütenblätter und 1 kontrastfarbenes Hexagon für die Mitte her. Und dann kann's schon losgehen!

Schritt 1 - Zurechtlegen
So gehören die Hexagons aneinander. Wer hexen kann, ist jetzt klar im Vorteil. Aber wir nähen lieber, oder ;-) ?


Schritt 2 - die ersten 3 an die Mitte
Zuerst nähe ich 3 Hexagons an die Mitte (Hexagons dafür mit der jeweils schönen Stoffseite aufeinanderlegen) und lasse ein Hexagon Platz dazwischen. Meine Nahtzugabe beträgt ca. 7 mm, da ich hier so eine schöne Markierung am Nähfuß habe. Ist aber egal, denn Hauptsache ihr wählt überall dieselbe Nahtzgabe.


Und bitte schön von einer Kante zur anderen nähen und die Nahtenden sichern! Vertraut mir, alles wird gut :-) Bei der ersten Naht darf man das nämlich *freu*!


Nun die Naht brav bügeln und die Nahtzugabe zu einer Seite bügeln. Ja, nähen geht nicht ohne bügeln, aber so ist das Leben. So sieht die Rückseite dann aus:


Und so sieht die Vorderseite aus. Ein bisschen wie das Atomzeichen, oder? Wir wollen aber kein Atomzeichen, sondern eine Blume. Na dann geht's weiter.


Schritt 4 - die restlichen 3 an die Mitte
Die 3 anderen Hexagons möchten auch an die Mitte angenäht werden. Dabei müsst ihr das o.g. Prinzip beachten.


Prinzip, äh, wie war das noch? Ach ja: Nähe nie über eine bestehende Naht. Das sieht dann so aus: Die Naht (hier hellblau und waagerecht) hört exakt dort auf, wo sie auf ihre Nachbarn stößt. Beim Tanzen tritt man ja schließlich auch nicht seinem Partner auf die Füße.


 Von der anderen Seite sieht es so aus:


Voilà! Wieder schön bügeln und die Nahtzugabe zu einer Seite klappen. Wenn alle Blätter an der Mitte angenäht sind, schaut das schon mal ganz gut aus. Die hellen Nähte sind die Blätter 3-6, die ich in Schritt 4 angenäht habe und die durch ihre Nachbarn begrenzt werden:


Schritt 5 - Blütenblätter untereinander halten zusammen / Endspurt
Das war einfach, oder? Jetzt näht ihr noch die Blütenblätter aneinander.
Legt dazu die Kanten jeweils mit den hübschen Stoffseiten aufeinander. Zieht euch den Stoff mutig zurecht, denn die Kanten müssen exakt aufeinander liegen.



So, und jetzt näht ihr wieder von einem Ende zum anderen nach dem bekannten Prinzip:
Am offenen Ende ist keine Nachbarnaht in Sicht? Sehr schön, dann setzt direkt an der Kante an. Wenn ihr euch aber der Blütenmitte nähert, lauert da schon eine bestehende Naht. Und die sagt: "Bis hierhin und keinen Stich weiter!" Und wir stehen stramm und sagen: "Ey ey, my previous seam!"


Das macht ihr insgesamt 6 Mal, denn es gibt ja 6 Zwischenräume bei den Blütenblätter. Ach ja, und immer schön bügeln nicht vergessen!

Na, wie sieht's aus? Wollt ihr noch mal von allen Seiten gucken? Haben wir auch keiner Naht auf die "Füße" getreten? Nein, alles gut, schaut mal:


Beim Bügeln der Nahtzugaben zwischen den einzelnen Blütenblätter entscheidet ihr euch am besten für eine Richtung. Meine drehen im Uhrzeigesinn:


Schritt 6 - schon fertig, freuen! 
Und jetzt dürft ihr euer Werk bestaunen. Hier seht ihr meine fertige Blume:

Von vorne...


Von hinten...


Und aus nächster Nähe:


Und wer jetzt die ganze Nacht durchnäht, hat morgen einen Blumenteppich!

Ich wünsche euch viel Spaß mit eurem Blumengarten und gutes Gelingen!
Eure Hella

Freitag, 10. Februar 2012

Rund um den Bauch

Wenn auch die letzte Hose eng wird, hilft kurzfristig ein Gummiband, das man durch das Knopfloch zieht und so den Bund weiter macht. Darüber muss man einen langen Pulli tragen oder aber ein schickes Bauchband.

Auch wenn später die Oberteile aufgrund des wachsenden Bauchs gerne hochrutschen, soll ein Bauchband sehr angenehm sein. Außerdem fühlt sich damit das Bäuchlein gut behütet an.


Schick finde ich es auch - übrigens soll es auch für Nichtschwangere als Farbtupfer gut tragbar sein!

Meins ist aus mittelschwerem Viskosejersey in der Farbe pflaume von "Der rote Faden". Wollt ihr auch eins? Dann macht doch gleich 2, es geht nämlich echt schnell! Mein 2. Exemplar ist übrigens pflastersteingrau und passt sozusagen zu allem :-) Also, wie geht das jetzt?!
  
Miss Margerite's Anleitung für ein Jersey-Bauchband

Man nehme:
  • ca. 50 cm Viskose-Jersey (mittelschwer bis schwer; je dicker der Jersey desto weniger zeichnet sich darunter ab)
  • 2 x 18 cm Gummiband (6 mm breit)
  • Jerseynadel für die Nähmaschine (damit der Stoff nicht verletzt wird) 
Schablone anfertigen - ausschneiden - nähen - fertig
  • Fertige dir einen Papier-Schnitt in Trapezform inkl. Nahtzugaben an (Maße siehe Bild). Das Trapez wird gleichmäßig, wenn du es von einer senkrechten Mittel-Linie aus zeichnest.
  •  Lege den Jersey doppelt vor dich hin. Lege den Schnitt auf und achte darauf, dass die Mittellinie parallel zum Stoffbruch / zur Webkante liegt. Nun schneidest du den Stoff entlang der Papierkanten aus und erhälst 2 Trapeze.
  • Lege die beiden Trapeze mit der rechten Stoffseite aufeinander und steppe die Seitennähte (NZ = 1 cm). Wer eine Overlock hat, macht das am besten damit. Die NZ bügelst du jeweils zu einer Seite.
  • Bügele den oberen und unteren Saum jeweils 2 cm breit nach innen um und steppe ihn mit einem Zickzackstich im Abstand von 1,5 cm zur Kante ab. Danach bügeln, damit die Naht schön glatt wird.
  • Optional, wenn du eine seitliche Raffung schön findest: Auf den NZ der Seitennähte steppst du gedehnt jeweils ein 18 cm langes Gummiband mit Zickzackstich auf. Der Abstand des Gummis zum oberen und unteren Saum beträgt jeweils ca. 6 cm.  


Während ihr das Bauchband näht, könnt ihr schon mal leckere Scones (englisches Teegebäck) in den Backofen schieben. Die sind schnell gemacht und extrem lecker! Das Rezept gibt es bei Jolijou.


Meinen Scones-Teig habe ich mit geriebener Schale einer Biozitrone verfeinert. Earl Grey Tee mit Milch dazu, Brunch light und Marmelade (Quitte und Waldbeere) drauf und genießen!

Ach ja: Macht euch bitte keine Gedanken um die Kalorien. Denn: Wer fleißig näht, muss auch gut essen! Und eine orientalische Weisheit besagt: "Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne." Na dann...

Ein entspanntes, leckeres und kreatives Wochenende wünsche ich euch!
Eure Hella

Mittwoch, 8. Februar 2012

Eisschollen

... treiben auf der Elbe. Inzwischen sieht man kaum noch Wasser und der Anblick ist wirklich beeindruckend.

Meine "Eisschollen" im Nähzimmer sehen so aus und atmen schon den nahenden Frühling:


Daraus soll einmal eine Krabbeldecke nach dem Quiltmuster "Grandmothers Flowergarden" für mein Söhnchen werden. Darauf wird er schön weich liegen und kann viele bunte Blumen entdecken.




Die einzelnen Sechsecke / Hexagons sind übrigens nicht mit der Hand genäht, sondern mit der Maschine. Funktioniert super und geht schnell! Seit ich mal ein Video von Kaye Wood gesehen habe, wusste ich, dass ich das irgendwann mal ausprobieren muss :-)


Das Video zum Thema "machine stitched hexagons" konnte man bis vor Kurzem noch unter diesem Link finden. Wenn man jetzt darauf klickt, landet man woanders und wird auf Kaye Woods allgemeine und neu designte Seite weitergeleitet und kann nur noch über den Youtube Kanal die Tipps von Kaye Wood anschauen.

Und das besagte Video, was ich euch zeigen wollte, fehlt dort natürlich *grrrr*! Da muss ich dann wohl noch mal selbst ran und Fotos für euch machen, während ich die nächsten Hexagons nähe... Also, demnächst gibt's dann hier ein kleines Tutorial dazu!

Sowas zu entwerfen und zu schreiben macht mir immer viel Spaß - vielleicht sollte ich 'mal mehr daraus machen als nur ein eBook und ab und zu Posts mit Tutorials...

Ambitionierte Grüße!
Eure Hella

Montag, 6. Februar 2012

Chamäleon-Power gegen Schulter-Aua

Dieser amphibische Geselle ringelt sich gerne um verspannte Schultern und Hälse, die vom Computerarbeiten, Nähen, Häkeln, Stricken und allerlei alltäglichen Verrichtungen verspannt sind.


Der drollige Kamerad heißt Diego, ist mit Bio-Dinkelkörnern gefüllt und nach einem eBook von Chillibe genäht. Bevor er seinen Auftritt hat, hüpft er kurz in die Mikrowelle oder auf die Heizung. Durch die praktische Form kann er nicht von den Schultern rutschen und bleibt dort, wo die Wärme gut tun soll. Zusammengeringelt liegt er auch auf dem Bauch gerne.

Die Stoffe sind von Amy Butler. Das Auge habe ich aus einem Blumenstoff ausgeschnitten, mit Vliesofix hinterbügelt und so auf dem Stoff fixiert. Eine Steppnaht in türkis im inneren Ring ist nahezu unsichtbar und sichert die Applikation dauerhaft.


Ich habe meinen Diego mit einem separaten Innenkissen aus Nesselstoff (ungefärbter Baumwollstoff) und Hotelverschluss auf der Rückseite des Bezugs genäht (so die Empfehlung im eBook).


Beim nächsten Mal würde ich den Schwanz des Bezugs einen Hauch breiter zuschneiden, damit sich das Innenkissen leichter hineinstecken lässt. So ist es etwas fummelig, geht aber auch. Ich nehme das Kissen zum Erwärmen nicht heraus und finde es einfach vorteilhaft, eine waschbare Version zu haben.

Bevor ich euch einen guten Tipp zur Gestaltung des Innenkissens verrate, zeige ich euch Diego in Aktion. Seine Form past perfekt um den Hals, das hat Frau Chillibe gut ausgetüftelt!


Mein Gesicht mag ich euch gerade nicht von Nahem zeigen. Da blüht leider die ein oder andere Pustel und meine Haut ist leicht gerötet-gereizt. Und das alles nur wegen der bauchbewohnerbedingten Hormone... hoffe auf Besserung und zeige euch heute nur die kalte erwärmte Schulter :-)


Mein Trick beim Innenkissen: Da Dinkelkörner (hier: 1 kg) dazu neigen, der Schwerkraft folgend nach unten zu sacken, habe ich das Kissen in 7 Kammern aufgeteilt. So sind die Körner gut verteilt und bleiben es auch.

Da ich gleich 2 Innenkissen genäht habe, um noch einen Diego verschenken zu können, konnte ich 2 Varianten für euch testen.

Innenkissen füllen - Variante 1
Vorteil: Körner sind optimal verteilt und man kann die Füllung der einzelnen Kammern besser abschätzen. 
  • Kissen bis auf die markierte Füllöffnung zunähen, alle Körner einfüllen, Füllschlitz schließen
  • Kissen auf einen Tisch legen und Dinkelkörner im Kissen gleichmäßig verteilen
  • Nun die einzelnen Kammern mit Stecknadeln abstecken und steppen. Ihr meint: Da sind doch die Körner immer im Weg? Haha, mitnichten!
  • Trick 1 (siehe Foto oben und unten): Mit der Handkante eine Furche zeichnen, hier die Nadeln stecken und dann das Kissen kurz anheben. Dann habt ihr freie Bahn beim Nähen! OK, manchmal muss manchmal doch noch einzelne Körner während des Steppens aus dem Weg schieben. Aber es geht ganz gut.
 
  • Trick 2 (siehe Foto unten): Wenn euch beim Steppen der Kammern doch 'mal zu viele Körner in den Weg rutschen sollten, einfach eine zweite Linie mit Stecknadeln als Barriere daneben setzen.

Innenkissen füllen - Variante 2
Vorteil: Das Kissen wird erst nach und nach befüllt. So sind weniger Körner im Weg und es ist auch weniger Gewicht - zumindest beim Nähen der ersten Kammern - im Spiel.
  • Kissen bis auf die markierte Füllöffnung (auf dem Foto unten zu sehen) zunähen
  • Nun kammerweise steppen und füllen: Kammergrenze absteppen, aber nicht komplett schließen (auf dem Foto markieren die senkrechten Nadeln diesen Teil). Dann Körner einfüllen und restliche Naht schließen. Dann die nächste Kammer ebenso arbeiten.
  • Zum Schluss die Füllöffnung schließen

Für welche Variante ihr euch auch immer entscheidet: Das Erlebnis von wohliger Wärme an verspannten Näherinnen-Schultern ist eine wahre Wonne, die ich nie mehr missen möchte!

Und wer sich nicht für eine Kissenfarbe entscheiden kann, näht Diego einfach passend zu seinen Wollsocken ;-)


In diesem Sinne: Zieht euch warm an und genießt den Winter!
Eure Hella