Sonntag, 28. Oktober 2012

Schnieke im Miniformat

Ich find ihn so schön, den neuen schnieken Strickpullunder für den kleinen Mann. Gr. 74/80 kann unser Lütter schon gut tragen, aber etwas Luft in Länge und Breite zum Reinwachsen gibt es dennoch.

Pullunder sind eine sehr praktische Erfindung, finde ich. Sie wärmen, sind aber nicht zu warm und lassen dem kleinen Wesen genügend Bewegungsfreiheit. Praktisch zum Anziehen ist dieses Modell auch, denn es wird an den Schultern mit je 2 Holzknöpfen geschlossen.

Strickmuster "Weste BabyDrops 17-9" aus Merino extrafine (Farbe 28 nordsee) von Drops

Beim Ausflug zur Patentante musste der Pullunder natürlich unbedingt mit der Piratenschiffhose kombiniert werden, die ich mit rotem Frottee gefüttert habe. So wird der Bio-Baumwolljersey (Deborah Leijgraaf für Lillestoff) schön herbsttauglich und die kleinen Speckbeinchen sind angenehm warm und weich eingepackt.

Hosen-Schnitt mit Windelpopo-Einsatz aus der ottobre kids 01/2012
Puppenjunge mit Knotenmützerl von Elfenclaudi genäht

Eine kleine Anekdote zur Häkelmütze, die ihr schon von hier kennt:

Neulich hatte ich zufällig entdeckt, dass die Mütze eine schlaffördernde Wirkung hat, als sie Mr. Mini-Margerite bei der Anprobe über die Augen rutschte. Als Sohnemann dann tags darauf Schwierigkeiten hatte, die Tür für ein längst überfälliges Nachmittagsschläfchen zu finden, habe ich den Effekt noch einmal getestet. Und, oh Wunder, es wirkt, und zwar umgehend: Wo man vorher ein unleidliches, müdes und nöckelndes Baby im Arm hatte, hat man dann urplötzlich einen sanft schlummernden Engel. Wow, ich habe eine Schlafmütze gehäkelt!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend, genießt die zusätzliche Stunde!
Eure Hella

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Cap Craft-Along Teil 3 von 4

So, auf geht's in die vorletzte Runde! Heute dreht sich alles um den Zwischenstand.
Was bisher geschah könnt ihr hier nachlesen: Auftaktpost, Etappe 1 und Etappe 2.

Etappe 3 Zwischenstand

  • Wie sieht's gerade aus?
  • Wie komme ich mit der Anleitung / meinem Vorhaben klar? 
  • Welche Fragen haben sich ergeben? Wo brauche ich noch einen Tipp?

Mein Donegal-Cap wächst und gedeiht. Ich häkele mit Nadelstärke 5 und Drops Big Merino in Gr. M/L. Den Zwischenstand musste ich natürlich anprobieren. Bisher passt es gut (mein KU beträgt 54 cm). Elisa meinte, dass ich damit aussehe wie ihre Oma damals. Stimmt, in diesem Zustand hat die Mütze was Altbackenes. Es fehlt ja auch noch der Schirm... Hier mein Selbstportrait von gestern Nachmittag:


Die Mütze häkelt sich recht fix und überraschend einfach - ich freue mich sehr, dass ich mich an die englische Anleitung gewagt habe. Dann schaffe ich demnächst bestimmt auch die Mütze Bloom, in die ich mich durch eure Inspirationen während des bisherigen Craft-Alongs verguckt habe :-)


Einige Begriffe habe ich nachgeguckt und auch zur vorgeschlagenen Art, Maschen abzunehmen, erfolgreich recherchiert. Dabei bin ich auf ein sehr erquickendes Video gestoßen (die Stimme finde ich immer noch so berückend), habt ihr vielleicht hier schon gesehen.


Testweise hatte ich parallel ein Mini-Donegal-Cap für den kleinen Mann angefangen zu häkeln. Gestern haben wir Elisa besucht und dabei ist seine Mütze fast fertig geworden. Mr. Mini-Margerite war bester Laune, schaute uns beim Werkeln zu, "erzählte" und quietschte (seine neueste Errungenschaft, die er mit steigender Begeisterung ausprobiert). Ja, und so konnte ich nebenher entspannt häkeln und das letzte Rätsel der Anleitung - das Häkeln des Schirms - entschlüsseln.  

Jetzt muss ich den Schirm nur noch am Mützenrand befestigen und die Fäden vernähen! Beim Anprobieren und Überlegen, wo ich den Schirm am besten fixiere, ist Mr. Mini-Margerite übrigens fingernuckelnd auf meinen Knien eingedöst. Der Schirm rutschte über seine Augen und das fand er anscheinend angenehm einschläfernd. 

Der Strampler im Bild ist übrigens "voll retro".
Den habe ich als Baby getragen.
Mein Lütter wachte noch nicht mal auf, als wir ihn so auf's Sofa betteten... Ich weiß, als Mama ist man da nicht objektiv, aber: Sieht er da nicht unglaublich süß aus? Mit Schlafmütze, hihi :-)


Mein Zwischen-Fazit
Mr. Mini-Margerites Mütze ist fast fertig. Da sie die Ohren kaum bedeckt, überlege ich, ob ich noch Ohrenklappen anhäkele. Ohrfreie Babymützen finde ich irgendwie zweckfrei. Aber ob das aussieht? Und falls der Wind durch die Maschen ziehen sollte, wird die Mütze mit Jersey gefüttert. 
Bei meiner Mütze fehlt noch der Schirm und ebenfalls die Befestigung am Mützenrand plus Fädenvernähen. Das sollte ich aber alles gut schaffen.

Bis zum nächsten Mal haben wir wieder 1,5 Wochen Zeit. Beim Finale am Mo 05.11.12 gibt's dann unsere fertigen Werke zu bestaunen - ich freu mich schon!
Nun bin ich gespannt, wie es bei euch zwischenzeitlich aussieht! Die Linkliste ist eine Woche geöffnet.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ein sommerlicher Herbsttag

Am Sonntag war es so warm, dass mein verspätetes Sommerkleid doch noch Premiere getragen werden konnte.


Kleid: Modell 22 aus der Knipmode Juli 2011
Stoff: schokobraune Baumwolle mit Pünktchen von Ernst Bracker im Grindelhochhaus 
Details und Infos zum Schnitt: hatte ich hier schon mal zusammengestellt, nicht ahnend, dass es in diesem Herbst doch noch 'mal Sommer werden sollte

Das Kleid solo als Sommerversion sieht so aus:


Ich habe dazu eine senfgelbe Strickjacke, einen schwarzen Unterrock, lila Strumpfhosen, rote Schuhe und einen selbstgenähten Baumwollschal kombiniert, der alle Farben vereint und Ideengeber für diese Farbkombi war.

Baumwollstoffe mit Bäumen und Kutschen von " Tout Petit" in Kopenhagen,
wo es noch mehr solcher hinreißenden Stoffe gibt

In Burdasprech würde ich sagen: Der Schal "stand Pate" und das Kleid "avanchierte" zum Herbstfavoriten. Spannend, auch Nähzeitschriften haben ihre Lieblingsausdrücke!


Die Foto sind übrigens im Harburger Stadtpark an der Außenmühle entstanden.
Achtung, südelbianischer Lokalpatriotismus: Das ist Harburgs herrliches Naherholungsgebiet und unsere 900 m lange und sehr idyllische Alternative zur Hamburger Alster :-P


Das Kleid sah wider Erwarten auch mit braunen Stiefeln kombiniert gut aus (liebe Grüße an meine Leserin Pauline, du hattest Recht!). Aaaber an diesem Tag mussten es doch die roten Schuhe sein - wegen des Schals natürlich! *Flunkermodus an* Nein, ich habe keinen Farbfimmel und ja, natürlich hat Mr. Margerite geduldig gewartet, bis ich mich endlich für ein Paar Schuhe entschieden habe. *Flunkermodus aus*.


Beim nächsten Mal...

  • ... überlege ich, das Kleid aus einem smaragdgrünen Wollschmankerl zu nähen (das von Anja mit Spannung erwartete Winter-Fame-Kleid), vielleicht als Weihnachtskleid 2012 - oha, das ist in genau 2 Monaten, schluck
  • ... gehe ich wahrscheinlich noch mal einen Schritt zurück und fertige vom Oberteil ein Modell aus Nesselstoff an, um es weiter zu optimieren. Daxi merkte neulich berechtigterweise an, dass es im Rücken ein bisschen enger sitzen könnte.


  • ...reicht vielleicht obenrum auch Größe 38 statt 40 (ich stehe zwischen den beiden Größen). Das möchte ich gerne ausprobieren, aber bloß nicht gleich an meinem schönen Wollstoff!


Ich finde den Zusammenhang zwischen einem verspäteten Sommerkleid und diesem wunderbaren Sommerwetter am letzten Wochenende doch äußerst interessant. Der Zusammenhang ist meiner Meinung nach natürlich eindeutig. Ob das wohl noch mal klappt? Ich meine, so völlig unabsichtlich *düdeldü*...

Herbstlich bunte Grüße und einen inspirierenden Me Made Mittwoch wünscht euch
eure Hella

Sonntag, 21. Oktober 2012

Nordlichter-Bloggertreffen-Nachlese

Schön war's gestern, liebe Nordlichter! Und so wunderbar sonnig und warm, dass wir den ganzen Nachmittag draußen sitzen konnten! Wir waren etwa 20 näh-, häkel-, strickbegeisterte Frauen, fast alle mit eigenem Blog. Getroffen haben wir uns im Café Schnuckenhof in Harburg, das extra für uns an diesem Tag die Pforten geöffnet und uns mit leckerstem Kuchen, einem herzhaften Snack und Getränken versorgt hat. Dazu gab es 3 niedliche neugeborene Kätzchen zu bestaunen.

Hier ein kleiner Eindruck unserer gemütlichen Runde im Innenhof:


Hach, ich fand es herrlich, neue und bekannte Gesichter aus der Blogosphäre aus Hamburg und Umland mal "in echt und analog" zu sehen und über diet und dat zu klönen. Es war total spannend, sich auszutauschen, Selbstgemachtes zu bestaunen, Tipps zu geben und zu bekommen und verschiedene Geschichten aus dem Nähkästchen zu hören.

Einige hatten mir und Elisa sogar etwas mitgebracht, schaut mal!
Ein Eulenanhänger aus der Lüneburger Heide, Webbänder aus Harburg, Tee aus Elmshorn und Webbänder-Wickelkarten aus Bienenbüttel. Vielen Dank noch 'mal für diese schönen Überraschungen!


Die Wickelkarten sind übrigens eine neue Erfindung und für alle Anwesenden gab es ein Set zum Ausprobieren. Wer gestern nicht dabei war, aber auch so etwas Schönes und Praktisches haben möchte, schaut mal bei Stephi vom Blog Hyggelig vorbei, dort werden noch bis heute um Mitternacht welche verlost!

So, mal schauen, wie es nun weitergeht! Auf jeden Fall wird es einen Nordlichter-Mailverteiler geben und ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns in der ein oder anderen Konstellation wiedersehen und etwas zusammen unternehmen: Ein Besuch im Lüneburger Nähcafé, ein Ausflug zum Hamburger Stoffmarkt oder zu einer Veranstaltung in Neumünster mit einer bekannten Quilterin (hab ich das richtig in Erinnerung?), ein gemeinsamer Kreativtag mit schönen Projekten und mal sehen, wozu wir sonst noch so Lust haben.

Es gab einige liebe Nordlichter, die gerne gekommen wären, aber gestern leider nicht konnten. Ihr Lieben, mir hat das Treffen so viel Spaß gemacht, das werden wir sicher im nächsten Jahr wiederholen! Und dann seid ihr bestimmt dabei! Vielleicht im Frühling? Ich würd' mich freuen!

Einen wunderbaren Sonntagabend wünscht euch
eure Hella

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Nordlichter-Blogger-Treffen

Liebe Nordlichter,

Elisa und ich freuen uns schon sehr auf unser Treffen am Samstag!

Die Infomail mit Adresse und Wegbeschreibung ist inzwischen verschickt. Falls wir versehentlich jemanden vergessen haben sollten anzuschreiben oder ihr unsere Mail aus technischen Gründen nicht erhalten habt, meldet euch einfach noch 'mal kurz bei mir oder Elisa.

Wir freuen uns schon sehr darauf, euch kennenzulernen!
Eure Hella



Mittwoch, 17. Oktober 2012

Häkelfreuden

Ihr Lieben, seid ihr auch schon fleißig? Ich häkele gerade testweise eine Miniaturausgabe des "Donegal-Cap" für Mr. Mini-Margerite. Das geht recht fix! Inzwischen habe ich auch endlich die korrekte Nadelgröße für mich gefunden (5 mm Häkelnadel), die mit den Maßangaben in der Anleitung übereinstimmt (angegeben war eine Nadelstärke von 4,25 mm). Der kleine Mann hat mit seinen 3,5 Monaten übrigens schon einen Kopfumfang von 43 cm. Das entspricht laut Anleitung der Mützengröße für Kinder zwischen 12 und 24 Monaten, uiuiui :-)

Was ich euch aber unbedingt erzählen wollte: Ich bin ganz stolz, denn ich habe ein Rätsel aus meiner Anleitung zum "Donegal Cap" entschlüsselt, nämlich: Was ist bitte ein "dc2tog" bzw. ein "double crochet two together decrease"? In der Anleitung wird das zwar auf Englisch erklärt, ich habe es aber trotzdem nicht verstanden. Die WWW-Suche war aber sofort erfolgreich und ich bin auf eine ganz famose Videoanleitung gestoßen.

Bevor ihr euch aber den kurzen Film anschaut, muss ich euch nachdrücklich warnen! Die Stimme des Häkelmanns klingt derartig mjam, dass ich mich umgehend geweigert habe, den im Übrigen super erklärten und natürlich sofort verständlichen Häkelschritt auch nur ansatzweise zu verstehen ;-)

Besonders toll klingt es, wenn er sagt "yarn over", herrlich, sag' ich euch! Ich musste mir die Erläuterung bestimmt 5x anhören und auch nachdem ich mich schweren Herzens davon losreißen konnte und alles wunderbar nachgehäkelt habe, muss ich es doch zur Sicherheit bestimmt alsbald noch mal durchgehen...

Also, lieber Häkelmann, wie war das noch mal mit dem dc2tog? Ach ja und ich kann absoluuut nichts dafür, ich hab' schließlich Stilldemenz, nech :-P


Also: Yarn over! Und einen schönen Abend!
Eure Hella

P.S.: Wer gerne noch kurzentschlossen beim Cap-Craft-Along dabei sein möchte, trägt sich einfach noch bei Etappe 2 (Modellwahl) ein. Die Linkliste ist noch bis Freitag 23:59 geöffnet!

Montag, 15. Oktober 2012

Cap Craft-Along Teil 2 von 4

Was bisher geschah könnt ihr hier nachlesen: Auftaktpost und Etappe 1. 
Wer jetzt noch mit einsteigen möchte, ist herzlich willkommen! Ansonsten freue ich mich sehr, dass sich letzten Montag hier 23 Mützenmacherinnen gefunden haben!   

Etappe 2: Meine Wahl
Welches Modell wird mein Cap 2012?

  • gewählte Technik, Material und Farbe 
  • Nach einer Anleitung oder Freestyle?
  • Ist mein Modell ein Selbstgänger oder erwarte ich Stolpersteine?
  • Welche Fragen möchte ich klären, bevor ich loslege?

Nach den vielen tollen Ideen vom letzten Montag bin ich sehr gespannt, wofür ihr euch schließlich entschieden habt. Unten im Post könnt ihr euch wie beim letzten Mal mit eurem aktuellen Beitrag verlinken. 

Und dafür habe ich mich entscheiden:

Das gehäkelte Donegal-Cap! Ich werde mich also auf die englische Anleitung stürzen, die bei genauerem Durchlesen aber ihren Schrecken verloren hat. Die Abkürzungen werden anfangs erklärt und es scheint recht simpel zu sein - man muss immer schön in Runden häkeln. Das Zunehmen der Maschen erinnert mich an Häkelblumen, die ich mal gemacht habe. Der 1. Stolperstein scheint also gebannt. Trotzdem bin gespannt, ob das alles so klappt, da ich ja nicht das Originalgarn verwende.

Warum dieses Modell? Die Form der Mütze mag ich einfach sehr. Sie ist schlicht und trotzdem hat sie für mich das gewisse Etwas. Die Ohren scheinen nicht komplett bedeckt zu sein, aber zumindest ein bisschen. Ich denke, dass man sie zu vielen verschiedenen Outfits gut kombinieren kann. 

Hier noch mal das Bild! Jaaa, ich bin auch gespannt, wie es in der Größe für Erwachsene aussehen wird ;-)

Anleitung und Bildquelle hier

Passende Wolle konnte ich auch schon auftreiben. In der Anleitung wird "Red Heart Super Saver" (Maschenprobe 17 M x 23 R) angegeben. Nach meinen Recherchen in der allwissenden Müllhalde im Internet ist damit wahrscheinlich dieses Garn gemeint. Das stimmt ziemlich genau mit der Maschenprobe von Drops Big Merino (17 M x 22 R) überein. In jeansblau habe ich 2 Knäule, also 100g. Hoffentlich reicht das... 


Jeansblau halte ich für sehr kompatibel. Die Wolle fasst sich sehr angenehm an und sieht sehr gleichmäßig aus. Oder müsste ich für diese Art Mütze besser ein Tweedgarn verwenden, wie auf dem Bild zu sehen? Ach, ich versuche es mal mit der Drops-Wolle. Ansonsten ist der nächste gut sortierte Wollladen nicht weit :-)

Bei der Durchsicht der vielen schönen Mützen-Möglichkeiten, die ihr am letzten Montag gezeigt habt, ist mir die Wahl noch schwerer gefallen. Folgende Modelle haben nämlich ebenfalls mein Herz erobert. Die müssen sich aber hinten anstellen, zuerst ist mein Donegal Cap dran :-)

Die Wurm-Mütze habe ich bei einigen von euch in der engeren Wahl gesehen und finde sie ebenfalls klasse. Auch für Männer wäre das ein schönes Modell *zwinker in Richtung Mr. Margerite*...

Kostenlose Anleitung (englisch oder deutsch) der Kollektion von umschlagplatz.at
Bild "Mütze Wurm" von Umschlagplatz

Auf der Seite von Umschlagplatz habe ich das wunderschöne Modell "Blüte" entdeckt. Die englische Anleitung "bloom pattern" kann man für 2 Euro bei Ravelry bekommen. Die habe ich mir schon 'mal gesichert ;-)

"Green Bloom" / Bild von Miyayo bei Ravelry

Sehr schick finde ich Escargot, aber auch recht ausgefallen. Bin neugierig, ob sie jemand stricken wird! Zumindest haben einige von euch damit geliebäugelt.

Escargot-Mütze / Bild von GoldenIris bei Ravelry  

So, nun bin ich gespannt, wofür ihr euch entschieden habt und welche Fragen euch so umtreiben! 
Die Linkliste ist wieder bis Freitag geöffnet.
Bis zur nächsten und vorletzten Etappe werden 1,5 Wochen ins Land gehen, damit wir genug Zeit zum Werkeln haben. Am Do 25.10.12 geht's dann weiter mit unserem Zwischenstand und der Frage "Wie sieht's gerade aus?". Ich freu' mich schon!

Samstag, 13. Oktober 2012

Der nächste Sommer

... kommt bestimmt! Und dann kann ich mein neues Kleid tragen.
Für dieses Jahr bin ich eindeutig zu spät dran...


Stoff: schokobraune dünne Baumwolle mit weißen Pünktchen, im Sommer bei Ernst Bracker im Hamburger Grindelhochaus erstanden
Schnitt: Knipmode Juli 2011(lässt sich bei Knip als Einzelschnitt nachbestellen), Jurk 22
Inspirationsquellen: Catherine schwärmte von den vielen Vorteilen des Schnitts und Daxi hat ein so wunderbares Kleid genäht. Bei Anja Rieger kann man eine Variante mit Langarm sehen.


Mein "Senf" zum Schnitt  bzw. meine Änderungen:

  • Es ist stilltauglich! Das gibt aktuell immer Pluspunkte :-)
  • Oberteil in 40 und ab Taillenband in 42 zugeschnitten, Rock ein Stück verlängert 
  • auf Gürtelschlaufen verzichtet, Taillenband 1 cm breiter zugeschnitten
  • am Armausschnitt Richtung Seitennaht jeweils 2,5 cm auf beiden Nahtseiten weggenommen (das stand sonst unschön ab)
  • Beim Oberteil in Wickeloptik habe ich die beiden vorderen Teile getauscht. Normalerweise liegt die vom Betrachter aus gesehen linke Seite oben, ich habe es umgekehrt gemacht. Das sah einfach besser aus. Ich habe mal gelesen, dass die meisten Mädels obenrum nicht komplett symmetrisch sind. Inzwischen habe ich rausgefunden, dass es bei Wickelteilen besser aussieht, wenn das Wickelteil auf der Seite der stärkeren Brust oben liegt. 
  • doppeltes Oberteil nicht aus Futter, sondern aus demselben Stoff zugeschnitten
  • Die Anleitung schweigt sich darüber aus, wie man den Zipper beim Übergang vom gedoppelten Oberteil + Taillenband zum nicht gedoppelten Rock einnähen kann. Ich habe mich schließlich dafür entschieden, das gedoppelte Oberteil wie eine Stofflage zu behandeln und den Zipper dann so eingenäht. Finde ich nicht perfekt, aber eine bessere Lösung hatte ich nicht zur Hand.
Ich dachte ursprünglich, dass man das Kleid für den Herbst via Zwiebelschalenprinzip mit Shirt drunter und Strickjacke drüber ergänzen kann. Nun musste ich wehmütig feststellen, dass es mit diesem Stoff einfach immer noch zu dünn bleibt - ein echtes Sommerfähnchen eben. Die Fotos sind am vergangenen Sonntag entstanden:


Meinen Versuch, das Kleid auf herbsttauglich zu trimmen, habe ich als gescheitert erklärt. Die Kombi mit der Jacke finde ich ok, aber ich hab keine passende Strumpfhose + Schuhe dazu gefunden. Stiefel mag ich dazu nicht anziehen.


Das Kleid lässt sich dafür prima in Häppchen nähen: Wenn Mr. Mini-Margerite ein Nickerchen macht, der Papa mit ihm Flugzeug spielt oder er gerade Lust hat, der Mama beim Nähen von seiner Wippe aus zuzuschauen (er findet das Nähmaschinengeräusch sehr spannend *freu*). Vielleicht nähe ich es noch mal aus einem wärmeren Stoff (hier lagert noch ein smaragdgrünes und gut fallendes Wollwunder) und sehe das braune Punktefähnchen als Probemodell dafür an :-)

Damit werde ich aber noch etwas warten müssen. Mr. Mini-Margerite hat den ersten Schnupfen seines Lebens. Nach 2 durchgestandenen Fiebernächten geht es dem kleinen Mann nun besser, meinem mitleidenden Mutterherz auch *stirnwisch*. Dafür schniefe ich jetzt aus Leibeskräften und Mr. Margerite pflegt mich gesund.

Aber ich sagte ja bereits: Der nächste Sommer kommt bestimmt! Und bis dahin wird hier beizeiten an etwas schönem Warmen für den Kopf gewerkelt! Montag geht es hier mit Teil 2 des Cap-Craft-Alongs weiter - und den schönen Seiten des Herbstes!

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende - bleibt gesund! Gute Nacht!
Eure Hella

Montag, 8. Oktober 2012

Cap Craft-Along Teil 1 von 4

Etappe 1: Wünsche und Anregungen
Hier kann es z.B. um folgende Fragen gehen:
  • Wie soll mein Cap aussehen? 
  • Stricken, nähen, häkeln oder filzen? Möchte ich eine bewährte Technik nehmen oder mal was Neues wagen?
  • Wünsche ich mir eine Mütze oder einen Hut oder etwas dazwischen? 
  • Was steht mir am besten? Was passt zu meiner Herbst-/ Wintergarderobe?
  • Farbe und Form, Muster oder Verzierungen?
  • Welche Details finde ich klasse: Krempe, Schirm, Bommel, Ohrenklappen, angesetzter Schal...
Neu hier und den Auftakt-Post verpast?
Hier kannst du alles nachlesen.

Hier kommen meine Überlegungen zur heutigen Etappe. 
Die Linkliste, wo ihr euren Post eintragen könnt, findet ihr am Schluss.

Für den Herbst / Winter wünsche ich mir ein Cap, das eher schlicht ist und trotzdem pfiffig. Also mit dem besonderen Etwas, aber nicht zuviel Tüddel. Wenn es gestrickt oder gehäkelt wird, darf es gerne ein Muster haben, sollte aber nicht zu kompliziert sein (als frischgebackene Mama arbeite ich an meinen Werken immer in kleinen Häppchen und habe keine Muße, mich jedes Mal neu reinzudenken). 

Am liebsten hätte ich eine schöne Mütze, die nicht zu steif ist und es auch verträgt, wenn man sie mal in die Tasche stopft. Optional ohrenbedeckend wäre super! Und vielleicht auch eine Art Schirm? Diese Modelle kann man dann auch mal einen Tuck schräg aufsetzen, macht was her!

So wie bei dieser Häkelmütze "Donegal Cap" - mein aktueller Favorit. Es gibt sie in Baby-, Kinder- und Erwachsenengrößen. Wenn sie schnell fertig ist, könnte ich noch eine für Mr. Mini-Margerite häkeln. Leider habe ich nur ein Foto mit Baby gefunden. Aber man erkennt die Form:


Anleitung und Bildquelle hier

Diese Strickmütze habe ich vor Jahren mal gemacht, trage sie aber so gut wie nie. Die - ich nenne sie mal so - "Ohrbommel" sind meist zu speziell und passen nicht zum restlichen Outfit. Aber ich mag das Modell trotzdem sehr:


Lana Grossa Faltheft "Accessoires H/W 2002/2003" , Mod. 14

An dieser Häkelmütze gefallen mir die Ohrklappen schon besser:


Buch von Debbie Stoller: Maschenware, Modell "Ohrenfreund", S. 122/123

Als "eierlegende Wollmilchsau"-Mütze darf sie gerne zu all meinen Wintersachen passen träum weiter. Im Herbst/Winter trage ich einen lila Walkmantel mit Reverskragen (selbstgenäht), einen schwarzen oder  blauen Steppmantel oder hüftkurze Jacken (eine aus schwarzer Wolle, eine aus cognacfarbenem Leder). Da muss wohl ein Kompromiss her: Also wenn ich etwas finden würde, was farblich und stilistisch zu den meisten Stücken passt, wäre das schon klasse. 

Farblich zieht es mich zu Blautönen. Und damit die Mütze schön wärmt, wäre etwas Wolliges das Material der Wahl. 

Und die Technik? Filzen kann ich ein bisschen, also Kleinteile wie z. B.Ringe und Blüten. Einen Hut zu filzen trau ich mich nicht. Und zwar allein deshalb, weil man die nassgefilzte Arbeit nicht schnell zur Seite legen kann. Dann schon eher Nähen! Aus Stoff reizt mich dieses Modell aus einem Marion-Heft vom Dezember 1971, das meiner Omi gehört hat: 


marion Näh-Heft Dezember 1971

Sieht schon sehr retro aus, oder? Aus petrolfarbenem Cord könnte das was sein... Meine Sorge ist nur, dass dieses Modell einen Riesenschädel macht. Was meint ihr?
Hach, aber das Heft! Sieht das nicht cool aus? Leider scheint bei den Schnittbögen etwas zu fehlen. Ich finde nämlich einen bestimmten Kleiderschnitt nicht, den ich gerne daraus nähen möchte. Aber ich schweife ab, wir waren bei Caps! 

Stricken oder Häkeln wäre natürlich auch fein und verspricht schnelle Erfolge, da man die Arbeit überallhin mitnehmen kann. Sowas hier ist schlicht und ergreifend, passt zu allem und ist sicher ein Selbstgänger:


Brigitte Stricken Extra-Beilage zu Heft 22 / 200?, Modell 3

Naja, ich könnte auch gleich die gaaanz dicke Wolle nehmen! Die kann man bestimmt mit den Fingern stricken ;-) ! Den kleinen Zipfel bei diesem Brigitte-Modell finde ich lustig! Oder sieht das nach Kondom-Männchen aus? Schlimm, immer diese Assoziationen!


Brigitte Heft 1/2002, S. 52 

Beim Tieftauchen in meinen Anleitungsvorräten habe ich eine Seite aus einer Brigitte-Ausgabe von 1980 gefunden. Ich liebe diese Anleitungsschätzchen mit Geschichte! Die obere Mütze hat meine Mama damals nachgestrickt. Da die Anleitung die Abnahmen prima erklärt, habe ich danach meine allerersten Mützen gestrickt. 


Brigitte Heft Februar 2/1980, S. 28

Übrigens: Die grüne Mütze, die ich auf dem Cap-Craft-Along-Foto gerade anprobiere, habe ich auch nach diesem Prinzip gemacht. Das war ein Geschenk für eine Freundin, die grün liebt. Wäre mir jetzt allerdings zu wenig Nervenkitzel, es darf gerne ein bisschen herausfordernder sein! 
Das spricht natürlich wieder für meinen Favoriten, das Donegal-Cap. Die Anleitung gibt's nämlich nur in Englisch. Allein die Abkürzungen muss ich da erst mal verstehen... 

So, jetzt seid ihr dran! Ist noch jemand da nach dieser Text- und Bilderflut? 
Ich bin schon so gespannt auf eure Ideen! Also:

Wie stellt ihr euch euer Cap vor? Wer mitmachen möchte, trägt sich einfach mit seinem Blog-Post hier ein - keine Sorge, es ist ganz einfach! Zum Nachlesen, wie das mit der Verlinkung funktioniert, hat das Lucy für den MeMadeMittwoch super erklärt. Danke an Lucy!

Die inlinkz-Linksammlung ist bis Freitag geöffnet. 
Am Mo 15.10.12 geht's dann weiter mit Etappe 2 und der Entscheidung: "Welches Modell wird mein Cap 2012?"

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Herbstglücksklee oder Glücksbringerkleid reloaded

Es gibt aktuell einige Kleider, denen ich sehr nachtrauere, wenn sie wieder in die Waschmaschine wandern müssen. Ein sehr bewährtes Kleid z. B. habe ich im Juni aus dem braunen Glückskleejersey von Hamburger Liebe genäht. Es ist bequem, schaut gut aus, macht gute Laune und Stillen klappt dank des überlappenden V-Ausschnitts optimal. Aber noch mal genau dasselbe nähen? Nö... nur fast!


Schnitt: Burda 11/2010, Mix aus Modell 119 + 120, aber propellerfrei :-D
Stoff: Roter Glücksklee, Bio-Interlock / Organic Cotton von Hamburger Liebe


In meinem Stofflager wartete schon seit März Zeit ein rotes Glückskleeschätzchen auf seinen Einsatz, das ursprünglich vermutlich mal für ein langärmeliges Shirt gedacht war. Tja, so schnell kann's gehen und zack wird daraus doch ein Kleid! Gute Entscheidung, finde ich. Ja, ne?


Der Vollständigkeit halber auch von hinten:


Geändert habe ich im Vergleich zum 1. Glücksklee-Kleid nur die Größe des Oberteils. Im Sommer (noch mit Babybauch) hatte ich das komplette Kleid in Größe 42 genäht, also alle 3 relevanten Kleidermaße: Brust, Taille und Hüfte. Das saß angenehm figurumspielend, wie es in "Passformsprech" so schön heißt. Ich könnte auch sagen: Es saß nicht so schnack ;-).


Inzwischen meine ich aber, dass mir obenrum die 40 besser passt. Hauteng ist es damit trotzdem nicht, sondern trägt sich sehr angenehm. Dazu habe ich nur das obere Vorder- und Rückenteil noch einmal neu abgezeichnet und die Größenlinie an den Rockteilen von der Taille zur Hüfte von 40 auf 42 auslaufen lassen. Ein großer Vorteil bei Mehrgrößenschnitten, finde ich!

1,50 m Stoff waren für ein Kleid schon recht knapp. Ich habe also jeden Quadratzentimeter Stoff ausgereizt und doch reichte es nicht für die Belege. Egal - fand ich doch in meinem Fundus noch diesen wunderbaren türkisfarbenen Romanit-Jersey. Von der Beschaffenheit her eher fest im Griff, habe ich mir damit auch gleich das Einlage-Aufbügeln gespart, *düdeldü* :-P !

Innenansicht vorderes Oberteil 
Das einzige, was mir bei diesem Outfit jetzt noch zu meinem Glück fehlt, ist eine bessere Kombi für "untenrum". Sprich was anderes als eine braune Leggins und braune Stiefel - zuviel braun für meinen Geschmack. Vielleicht sollte ich besser eine Farbe aus den Glückskleeblättern aufgreifen, was meint ihr? Evtl. eine farbige Leggins / Strumpfbüx? 


Meine Kleiderfotos sind übrigens vom Sonntag, da war so wunderbares Wetter, bei euch bestimmt auch, oder? Mit Strickjäckchen drüber und Schal + Jacke wird es auch an kälteren Tagen gut tragbar sein. Und die Farben passen prima zu den bunten Herbstbäumen.

Weitere hübsche Herbstkleidung gibt's beim heutigen MMM zu sehen.

Ich wünsch' euch was, nämlich einen wunderschönen Herbst- und Feiertag - macht's euch gemütlich!
Eure Hella